Eier vermarkten

Hier findest du die wichtigsten Informationen, um erfolgreich in die Direktvermarktung von Eiern einzusteigen.

Meldepflicht

Es besteht laut Artikel 20 LGV eine Meldepflicht bei der zuständigen kantonalen Behörde.

CH-Stempel

Gemäss der Verordnung über den Eiermarkt (EiV) ist der CH-Stempel zur Kennzeichnung des Produktionslandes auf Eiern obligatorisch, ausser im Fall des Direktverkaufs an Endverbraucher sowie auf vollständig gefärbten Eiern. Bäckereien, Restaurants usw. gelten nicht als Endverbraucher!

Lagerung

Eier müssen vor Sonne und Stössen geschützt sowie sauber, trocken und frei von fremden Gerüchen gelagert werden. Die Lagertemperatur soll während der Lagerung und des Transports nicht stark schwanken. Werden Eier einmal gekühlt gelagert, muss die Kühlkette anschliessend lückenlos eingehalten werden. Eier dürfen maximal 21 Tage nach dem Legen an die Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.

Kennzeichnung

Angaben auf Verpackung

  • Sachbezeichnung inkl. Tierart, wenn nicht von Hühnern
  • Stückzahl
  • Nettogewicht oder Mindestgewicht je Ei in Gramm
  • Lagertemperatur max. 5 °C falls vorher gekühlt
  • Produzent/Produzentin & Produktionsland
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (max. 28 Tage)
  • Detailpreis
  • Weitere Informationen zur Kennzeichnung

Eier ungekühlt

  • Eier
  • 6 Eier, 300g
  • Zu verkaufen bis
  • Mindestens haltbar bis
  • Name und Adresse

Eier gekühlt

  • Eier
  • 6 Eier, 1 Ei mind. 60g
  • Aufbewahren bei höchstens 5°C
  • Zu verkaufen bis
  • Mindestens haltbar bis
  • Name und Adresse

Offenverkauf

Die Bestimmungen über die Angaben bei vorverpackten Eiern gelten sinngemäss auch für offen angebotene Eier. Bei Eiern ist generell der Preis schriftlich anzugeben. Die restlichen Angaben unterliegen der Auskunftspflicht. Die Informationen müssen zum Zeitpunkt des Anbietens der Ware verfügbar sein. Daher eignet sich der Offenverkauf vorwiegend für bediente Hofläden/ Marktstände.

Ausnahme Enteneier

Gebrauchsanleitung bei Enteneiern: Hinweis wie «vor Genuss mindestens 10 Minuten kochen».

Dieser Hinweis muss neben dem Behälter schriftlich angebracht sein.

Mindestanforderung für den Verkauf

Intakte Kalkschale daher keine Bruch- und Knickeier.

Best practice

Lukas Birrer aus Cham ist gelernter Geflügelfachmann und betreibt seit neun Jahren Direktvermarktung. Die Eier verkauft er im Hofladen, liefert sie im Abo an Kunden oder direkt in die Gastronomie und den Detailhandel. Er weiss, worauf es im Direktverkauf von Eiern ankommt. «Es ist wichtig, vorher einen Abnehmer für die Eier zu finden, falls es zu einem Überschuss oder Manko kommt», weiss Lukas. Die Nachfrage nach Eiern ist auch sehr saisonal geprägt. Zum Beispiel sind die Verkäufe an Ostern und Weihnachten zahlreich, in den Sommerferien eher weniger. Danach sollte man das Ein- und Ausstalldatum richten, ein guter Hennen- oder Futterlieferant kann hier helfen.

Merkblätter

Weitere Auskünfte

Weiterführende Informationen findest du beim Aviforum oder GalloSuisse.